Aus Anlass den Auftraggeber enttäuschen, um ihn zu erfreuen

Finished 2009
Klavier Solo
duration: 5'


Martin Schüttler: AUS ANLASS. ZUM GEBRAUCH BESTIMMT.
Hannes Seidl: AUS ANLASS. DEN AUFTRAGGEBER ENTÄUSCHEN, UM IHN ZU ERFREUEN.
AUS ANLASS EINEN KOMMENTAR VERFASSEN.
Einen Auftrag für ein Stück Neuer Musik für Klavier von etwa vier Minuten Dauer als Intermezzo für verschiedene Vorträge zu geben, ist ein Widerspruch in sich: Wenn Anlass, Besetzung und Dauer schon feststehen – wie kann dann Neue Musik entstehen? Welche Erwartungen sollen erfüllt, welche gebrochen werden? Wenn das Neue neu sein soll, wie viel Wiederholung verträgt es dann? Lässt sich ein innermusikalischer Diskurs nach Maß überhaupt bestellen? Kann man das Neue einfordern? Ist Neue Musik zum Gebrauch geeignet? Ist das Konzept des Neuen, sich dem Best ...
...
ehenden zu widersetzen und es in Frage zu stellen? Oder ist Neue Musik ein (bedienbares) Genre? Hat sie einen Sound? Inwieweit lässt sich eine Ökonomie des Neuen kalkulieren? Wofür lässt sich das Neue ökonomisieren? Erfüllt das Neue eine (soziale) Funktion? Wer oder was lässt sich durch einen Auftrag repräsentieren? Wie ist die Beziehung zwischen Musik, Auftraggeber und Aufführungssituation? Lässt sich einer Repräsentation entkommen? Ist die Verärgerung des Publikums ein Indiz für das Gelingen des Neuen? Ist die Verärgerung des Auftraggebers ein Indiz für das Gelingen des Neuen?
(Martin Schüttler/Hannes Seidl)


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